Groß Sand muss bleiben – Absicherung des Krankenhauses durch Einstieg des UKE

Das Krankenhaus Groß-Sand in Wilhelmsburg steht vor dem Verkauf und vor einer ungewissen Zukunft. Mit ihrem Antrag (22/2429) fordert die Linksfraktion in der Bürgerschaftssitzung am 16. Dezember den Senat auf, die stationäre Grund- und Regelversorgung in Wilhelmsburg durch den Einstieg des UKE abzusichern. Hierfür soll der Senat das UKE anweisen, Kaufverhandlungen mit dem Erzbistum Hamburg als bisherigem Träger des Krankenhauses aufzunehmen.

Dazu erklärt Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der Senat hat bisher von der Seitenlinie aus zugeschaut. Jetzt muss er endlich aktiv in das Geschehen eingreifen! Bei einer Privatisierung besteht die Gefahr, dass ein erlösoptimiertes Krankenhaus künftig keine Grund- und Regelversorgung für Wilhelmsburg mehr leisten wird. Die Stadt steht in der Verantwortung: Sie muss eine gute und wohnortnahe Versorgung im Stadtteil sicherstellen. Ein Ausbluten der medizinischen Versorgung durch die Schließung – auch von einzelnen Stationen – muss mit allen Mitteln verhindert werden.“

Sowohl für das UKE als auch für das Krankenhaus in Wilhelmsburg könne die Kooperation neue Potenziale und vielfältige Synergien erschließen. Deniz Celik: „Bereits mit der Übernahme des Kinderkrankenhauses Altona hat das UKE Erfolgsgeschichte geschrieben. Wenn das UKE nun Groß-Sand übernimmt, kann eine bessere Patientenversorgung durch die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf die Alltagsversorgung entstehen. Es gäbe aber auch neue Formen der Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung – und für angehende Mediziner:innen und Pflegekräfte die Chance, alltägliche Erkrankungen in der ambulanten und stationären Praxis kennenzulernen.”

„Welche Zukunft für Groß-Sand?“ – unter diesem Motto lädt die Linksfraktion am 10.12. zu einer Online-Veranstaltung mit Expert:innen ein. Teilnahme über BigBlueButton: https://bbb.die-linke-hamburg.de/b/die-wk3-zet

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