Abweichungen bei Inzidenzen: Zahlen des Senats sind praktisch wertlos

Seit dem 13. Juli 2021 müssen Krankenhäuser den Impfstatus ihrer Covid-Patient:innen erheben und an das zuständige Gesundheitsamt melden. Tatsächlich wird bei durchschnittlich einem Drittel der Covid-Patient:innen der Impfstatus aber nicht erhoben. Bei der Berechnung der jeweiligen Inzidenzen nach Geimpften und Ungeimpften werden Patient:innen, deren Impfstatus nicht erhoben wurde, aber dann als Ungeimpfte gezählt. Das ergibt die Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion.

Dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Ich bin erschrocken über diese Senatsantwort. Die ganzen Angaben zu den Inzidenzen von Geimpften und Ungeimpften sind praktisch wertlos. Durch die Verzögerung bei der Erfassung des Impfstatus sind die Angaben verzerrt. Dadurch wird die Zahl der Impfdurchbrüche insgesamt und bei den Krankenhauspatient:innen unterschätzt – bei den Ungeimpften wird sie aber überschätzt. Um das Pandemiegeschehen sachlich bewerten zu können, muss man sich aber auf die Daten verlassen können. Denn das sollten wir doch wohl alle mittlerweile gelernt haben: Transparenz ist in der Pandemiebekämpfung das A und O. Ansonsten verspielt man nur das Vertrauen der Bevölkerung.“

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