„Eine ,Stadt der Guten Arbeit‘ ist Hamburg noch lange nicht“

Senat, SPD und Grüne feiern Hamburg als angebliche Stadt der ‚Guten Arbeit‘, weil es erstmals mehr als eine Million sozialversicherungspflichtige Jobs gibt. „Dabei unterschlagen sie, dass 40 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse atypisch sind und rund die Hälfte der Neueinstellungen im vergangenen Jahr befristet waren. Das führt zu Unsicherheit in der Lebensplanung, vor allem bei jungen Menschen, und ist ganz sicher keine ,Gute Arbeit‘“, sagte in der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Deniz Celik. „Auch der Boom bei Minijobs hält an, vor allem bei solchen, die neben einem Hauptjob ausgeübt werden, weil der Lohn nicht zum Leben reicht.“

Von einer ,Stadt der Guten Arbeit‘ sei Hamburg noch weit entfernt, sagte Celik: „Wir fordern vom Senat die Aufnahme ,Guter Arbeit‘ in die Kriterien von Wirtschaftsförderung und Flächenvergabe und eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung von Minijobs. Außerdem ist es längst überfällig, dass der städtische Mindestlohn von zwölf Euro im Vergabegesetz verankert wird, damit ihn auch die Beschäftigten der städtischen Auftragnehmer_innen bekommen.“

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