Alarmierende Burn-out Zahlen für Hamburg

Presseerklärung

Nach Zahlen der Barmer-Krankenkasse leidet jede_r vierte Hamburger Arbeitnehmer_in an Burn-out, Depressionen oder weiteren psychischen Krankheiten. Damit liegt Hamburg 21% über dem Bundesdurchschnitt. Alarmierende Burnout-Zahlen: Senat muss Instrumente zur Messung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz endlich verbindlich Hamburgweit einführen und für mehr Psychotherapieplätz sorgen

Die Bundesregierung hat die unter Mitwirkung von Hamburg vom Bundesrat beschlossene von der Bundesregierung einzuführende Verordnung zum Schutz vor Gefährdung durch psychische Belastung bei der Arbeit immer noch nicht eingeführt, das ist ein Skandal. Die Zahlen der Barmer zeigen zudem, dass vor Allem für Hamburg dringender Handlungsdruck besteht.

In Hamburg müssen Betroffene oft monatelang auf einen Psychotherapieplatz warten, durch Burn-out und andere psychische Erkrankungen fallen sie oft sehr lange aus, aber auch durch diese langen Wartezeiten.

Die Fehlzeiten bei psychischen Störungen seien auch oft deswegen so lang, weil der einzelne Krankheitsfall oft sehr lange dauert, Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer, zufolge. „Um dem vorzubeugen muss ein Instrument entwickelt werden, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz frühzeitig misst und erkennt, damit schnell Abhilfe geschaffen werden kann. Zudem muss das Angebot von Psychotherapien dazu
vergrößert werden um zügig Abhilfe und fatalere Gesundheitsspätschäden abzuwenden. Löblich ist in dem Kontext das von der Handelskammer Hamburg und BGV initiierte Modellprojekt von neunzehn Hamburger Betrieben zur Erprobung der Beurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz. Die Auswertung sollte dazu genutzt werden umgehend verbindliche Instrumente zur Messung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz für alle Betriebe und Unternehmen in ganz Hamburg zu schaffen“ , fordert Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher von DIE LINKE.Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.

„Zu einem arbeitnehmer_innenfreundliches Arbeitsumfeld gehört Arbeitsschutz, der auch vor psychischen Belastungen schützt“, fordert Carola Ensslen, arbeitsmarktpolitische Sprecherin von DIE LINKE.Fraktion in der
Hamburgischen Bürgerschaft.

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