„Bitte nicht pressen“: Süderelbe ohne sichere Geburtsstation

Die einzige Geburtsstation südlich der Elbe, die Mariahilf-Klinik des Helios-Konzerns, leidet unter personellen Engpässen, laut Medienberichten musste den Kreißsaal zeitweise schließen. So genannte Risikoschwangerschaften können dort erst ab der 32. Woche betreut werden. Dieser katastrophale Zustand bedeutet, dass die Versorgung von Schwangeren und Gebärenden südlich der Elbe gefährdet ist. Die Gesundheitssenatorin hat nun eine Befragung über die Qualität der Geburtshilfe und Frühen Hilfen angekündigt.

„Schwangere können nicht warten“, erklärt Sabine Boeddinghaus, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Versorgung von werdenden Müttern in Süderelbe hat sich so drastisch verschlechtert, dass der Senat die Versorgung der Schwangeren sofort und zu hundert Prozent sicherstellen muss!“

Für den gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktion, Deniz Celik, ist das Problem hausgemacht: „Mit der kompletten Zusammenlegung der Geburtshilfe in Süderelbe an der Mariahilf-Klinik 2017 versprach die Senatorin eine bessere Versorgung. Drei Jahre lang ist von den angekündigten Verbesserungen nichts umgesetzt worden, es gab sogar massive Verschlechterungen: kein hebammengeleiteter Kreißsaal, kein ‚Upgrade‘ zum Perinatalzentrum 1, keine Aufstockung der Frühen Hilfen, die DIE LINKE wiederholt beantragt hatte. Ganz im Gegenteil: Nicht mal die Bedingungen für ein Level-2- Perinatalzentrum sind erreicht. Vier Wochen vor der Wahl präsentiert uns die Senatorin einen Aktionsplan ‚Gesunde Geburt‘ – das ist ein klarer Fall von Aufschieberitis.“

Boeddinghaus unterstreicht: „Die Gesundheitssenatorin muss umgehend darlegen, wie sie den Helios-Konzern zur umfänglichen Sicherstellung der Versorgung von Schwangeren und Gebärenden verpflichten will.“

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